Das antike Griechenland darf völlig zu Recht als erster Schmelztiegel der Kulturen in der langen Geschichte der Menschheit gelten. Schließlich trafen hier westlicher und östlicher Kulturkreis unmittelbar zusammen, hinzu kamen zahlreiche Einflüsse aus Ägypten, über Jahrtausende hinweg die tonangebende Supermacht im Mittelmeer-Raum.
Die Metropolen der antiken Supermächte waren nämlich nicht nur politische und wirtschaftliche Zentren, hier wurde auch medizinische Wissen aus allen Winkeln ihres Einflussgebietes gesammelt. Die Gelehrten in den griechischen Stadtstaaten konnten dank der günstigen Lage und der Bedeutung der Griechen als dominante Seemacht im östlichen Mittelmeer auf das fundierte Wissen über Heilpflanzen aus anderen Kulturen zurück greifen. Denn vor allem im Orient war wie in allen anderen Gebieten auch ein umfangreiches Wissen über die segensreiche Wirkung der Kräuter auf den menschlichen Organismus vorhanden. Auf diesem Wissen konnten die Griechen aufbauen. Hippokrates beispielsweise, der als ein Vater der modernen Medizin gilt, sagte einst: Die Nahrung soll gleichzeitig das Heilmittel für den Körper sein.
Orientalische Gelehrte hatten schon in der Antike den Grundstein für die spätere Bedeutung der Araber im Bereich der Architektur, der Wissenschaften und der Alchemie gelegt. Denn während in ganz Europa die Bezeichnung finsteres Mittelalter mehr als zutreffend ist, war Arabien eine wahre Blüte der Wissenschaft. Gelehrte aus Arabien und dem Orient wurden an die Höfe der mächtigsten europäischen Herrscher geholt, um hier ihre wissenschaftlichen Arbeiten – oft finanziert aus den reichlcih gefüllten Schatztruhen des Herrschers – fortführen zu können. Zahlreiche Erfindungen aus der Zeit der Aufklärung und Erfindungen wären ohne diese Einflüssse nicht möglich gewesen.
Hier ein schönes Video über die Kultur des Antiken Griechenlands: